Gliederung der Bestände des Hessischen Hauptstaatsarchivs
Tektonik des Hessischen Hauptstaatsarchivs
In der archivarischen Fachsprache heißt die historische Gliederung eines Archivs "Tektonik" angelehnt an die Geologie, die damit die Ablagerung verschiedener Gesteinsschichten übereinander beschreibt. Die historisch aufeinander folgenden Schichten des Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden sind:
Altes Reich (bis 1806)
Territorien und Bestände, die 1806 bis 1815 an das Herzogtum Nassau gefallen sind, insbesondere sind dies: ● die Nassauischen Grafschaften ● Gebietsteile von Kurmainz, Kurtrier und der Kurpfalz ● Kleine Herrschaften ● Klöster ● Reichsstädte ● Reichskammergericht
Herzogtum Nassau (1806 bis 1866)
Behörden und Institutionen aller Verwaltungsebenen des Herzogtums Nassau
Preußen (1866 bis 1945)
Behörden und Institutionen aller Verwaltungsebenen des preußischen Regierungsbezirks Wiesbaden (1867 bis 1944) und der preußischen Provinz Nassau (1944 bis 1945)
Land Hessen (seit 1945)
● Landesministerien ● Zentrale Behörden für ganz Hessen ● Nachgeordnete Dienststellen des Landes und des Bundes im Archivsprengel Wiesbaden ● Amerikanische und deutsche Institutionen der Übergangszeit nach 1945 ● Gerichte und fachliche Einrichtungen
Quer zur chronologischen Tektonik sind weitere Gliederungsgruppen angefügt:
Bestände nicht staatlicher Herkunft
● Kommunales Schriftgut einiger Landkreise, Städte und Gemeinden ● Politische Parteien ● Verbände und Vereine ● Kammern und Berufsverbände ● Nachlässe von Wissenschaftlern, Künstlern, Politikern und anderen Personen der Zeitgeschichte
Sonderbestände nach Archivaliengattungen
Vor allem aus konservatorischen Gründen sind einige Informationsträger separat gelagert. Insbesondere sind dies: ● Handschriften und Kopiare ● Drucksachen und Manuskripte ● Etwa 130.000 Karten und Pläne ● Bild- und Tongut ● Plakate ● Siegel und Siegelstempel